"In diesem schönen Feste liegt die unbändigste Freude neben süßester Melancholie"

 

Urkundlich erwähnt erwähnt wird der venezianische Karneval erstmals im Jahr 1094. Der ursprünglich heidnische Sinn der Zeremonie war es, nach einem langen Winter den Einzug des Frühlings zu feiern. Die mit dem Christentum aufkommende Bezeichnung Carneval (vom lateinischen "carne vale", "Fleisch, lebe wohl") meinte zunächst das letzte Mahl vor der Fastenzeit, stand jedoch bald für alle Karnevalsfeiern vor Aschermittwoch. Auf dem Markusplatz wurden in Anwesenheit des Dogen, hoher Würdenträger und ausländischer Staatsgäste Ochsen geschlachtet,Schwertkrämpfe ausgetragen, akrobatische Glanzleistungen vollführt und natürlich ausgiebig dem Glücksspiel gefrönt, das nur zur Karnevalszeit erlaubt war, die jedoch aufgrund besonderer Gesetze fast sechs Monate dauerte. besonders aufwendig waren die Umzüge auf dem Wasser mit prächtig geschmückten Gondeln. Als 1797 der letzte Doge zurücktrat und die Franzosen in Venedig einzogen, ließ Napoleon den verruften Karneval abschaffen.

   

         Pietro Longhi: The Ridotto in Venice, ca. 1750s                                   Clara, the rhinoceros, 1751                                  Tiepolo: Akrobaten, 1790           

 

Wiedergeburt

Fast zwei Jahrhunderte vergingen, bis findige Tourismusmanager das legändere Fest der Masken wieder entdeckten und 1997 neu belebten. Schnell entwickelete sich Venedig wieder zu einer Hochburg des Karnevals. Die fast ausgestorbenen Berufe Kostümbildner und Maskenhersteller erfuhren hierdurch eine wahre Renaissance.

 

Das Spiel der Masken

 

Einer meiner liebsten Filme. In welchem der historische Karneval in Venedig eine Rolle spielt, ist der Film “Casanova“ mit dem leider viel zu früh verstorbenen Heath Ledger in der Hauptrolle. Es ist einer der wenigen Filme der letzten Jahre, welcher in Venedig und seinen historischen Gebäuden (unter anderem auch im Dogenpalast) gedreht werden durfte. Bezeichnenderweise waren die Venezianer nach dem Dreh wiederum etwas verärgert, weil das amerikanische Filmteam Pferde mit Kutschen auf den Markusplatz gelassen hatte, was seit hunderten von Jahren nicht erlaubt war und damit ein Sakrileg gebrochen wurde. Trailer zum Film: http://www.youtube.com/watch?v=rSt1NFGgVUs

In einer der Szenen geht dabei ein maskiertes Paar durch das wilde Karnevalstreiben auf dem Platz. In der Anonymität der Maske ist man sich näher gekommen, und von Schuldgefühlen geplagt meint die Frau: “…wenn das mein Mann wüsste… und er antwortet: „ich bin dein Mann!“

         

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